Eine lebenslange Liebe verbindet Thomas und das Meer – Urlaube an der Nord- und Ostsee prägten den Autoren der „Buddenbrooks“, des „Zauberbergs“ seit früher Kindheit und Jugend, später dann die Flucht vor den Nazis über den Atlantischen Ozean und schließlich ein Haus am Pazifik in Kaliformien. Der Zeit Feuilleton-Chef und Autor Volker Weidermann hat diesem Thema ein Buch gewidmet – ein Gespräch mit ihm im Büro des Hamburger Zeitverlages. Weiterlesen
Frankfurter Buchmesse 2022: Neue Bücher aus Katalonien
Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2022 war Spanien. Besonders kreativ und inspirierend sind die Autorinnen und Autoren aus Katalonien, der nördlichen Mittelmeerregion, besonders rund um die Kulturmetropole Barcelona. Ein Streifzug durch vielseitige Neuerscheinungen.
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Das Fest der Bücher – Frühling in Barcelona
Buchmesse Frankfurt 2022 – Gastland Spanien: Interview mit Jesús Carrasco
Warum Literatur?
Einige meiner aktuellen Rezensionen:
https://www.buecher-magazin.de/search/node/Nicole Trötzer
Lieblingszitate:
„Also waren die Gefühle eigentlich lauter Bilder, so wie eben der glänzende Himmel über mir.

Cover Hanser Verlag
Ich erfühlte die ganze Welt, doch zu erdenken vermochte ich sie nicht. Darum wollte ich Schriftsteller werden. Beim Schreiben würde ich denken und all die Bilder und Gefühle, die ich nicht in den Griff bekam, geduldig in Worte fassen (…).“
Aus: Die rothaarige Frau. Von Orhan Pamuk.
Übersetzt von Gerhard Meier. Hanser Verlag 2017, S. 91.
Die Unschuld der Dinge
Nach dem Erhalt des Nobelpreises hätte der türkische Autor Orhan Pamuk sich zurücklehnen und gelegentlich in Orient-Okzident-Diskussionen einbringen können. Stattdessen schenkte er der Welt einen Liebesroman: „Die Unschuld der Dinge“ handelt von der unerfüllten Liebe des reichen Kemal Keskin zu seiner armen Cousine Füsun.

Cover © Hanser Verlag
Digitale Maskottchen für intime Beziehungen
Kentukis von Samanta Schweblin
Der neue Roman der jungen argentinischen Autorin Samanta Schweblin ist eine hochinteressante Fiktion, die unser gegenwärtiges Verhältnis zu digitalen Medien und den damit verbundenen, scheinbar grenzenlos wachsenden Möglichkeiten reflektiert.

Cover: Suhrkamp Verlag
Gott ist nicht schüchtern

Buchcover © Aufbau Verlag
Hammoudi ist ein junger Syrer, gebildet und wohlhabend. In Paris hat er gerade seine Facharztausbildung abgeschlossen, als sein Pass abläuft. Er fliegt nach Syrien, um ihn verlängern zu lassen. Doch die Papiere werden ihm verweigert. Weiterlesen
Der japanische Liebhaber
Die junge Irina Bazili aus Moldawien hat schon einiges erlebt, als sie in der kalifornischen Altenresidenz Lark House eine Stelle findet. Sie gewinnt die Gunst der reservierten alten Dame Alma Belasco und hilft dieser im Alltag.

Cover Suhrkamp Verlag
Über den Verlust der gewohnten Ordnung
Cécile Wajsbrot: Zerstörung
Schon der Einstieg in dieses Protokoll einer Frau, deren gewohntes freies, kulturell reiches Leben von einem Tag auf den anderen zerstört wird, ist mitreißend: Quasi über Nacht wird die Welt eine andere, nichts ist mehr, wie es war. Was bleibt, ist Verwirrung, Fassungslosigkeit, der Traum von dem, was gestern war.
Auf der anderen Seite des Flusses

Cover mare Verlag.
Lucas ist Anfang 40, hat einen Sohn mit seiner Frau Catalina, lebt als Autor und mittelloser Bohemien in Buenos Aires. Eine Überfahrt über den Rio de la Plata zur uruguayischen Metropole Montevideo sprengt sein schleppendes Alltagsdasein und katapultiert ihn in abstruse Zustände. Weiterlesen
Alejandro Zambra: Ferngespräch

Buchcover Suhrkamp Verlag
Nach der Roman-Miniatur Bonsai greift der chilenische Autor Zambra hier seinen lakonischen, leicht verschrobenen narrativen Stil wieder auf. Die Handlung bleibt stets unvorhersehbar, er fokussiert sprunghaft überraschende Details aus dem (Innen)-Leben der Protagonisten und schert sich nicht um Genres. Weiterlesen
Elena Poniatowska: Frau des Windes
Atemlos und sehr persönlich erzählt Elena Poniatowska aus dem Leben der Malerin und Schriftstellerin Leonora Carrington (1917–2011).
Interview mit Patrick Modiano
Das Gedächtnis ist immer subjektiv
Der französische Schriftsteller Patrick Modiano erhielt 2014 den Nobelpreis für Literatur. In jenem Jahr erschien auch sein sehr persönlicher Roman „Gräser der Nacht“. Eine Hommage an einen stillen Star der Literaturwelt.

Buchcover Hanser Verlag
Er sei gerade durch den Pariser Jardin du Luxembourg spazieren gegangen, als seine Tochter ihm die Nachricht per Handy mitteilte. Über sein Verlagshaus Gallimard in Paris ließ er verkünden, er sei „sehr überrascht“ und habe „absolut nicht damit gerechnet“. Weiterlesen
Verwirrnis

Cover Suhrkamp Verlag
Friedeward Ringeling, feine Manieren, intellektuell ambitioniert, entdeckt als Jugendlicher in den 1950er-Jahren seine Liebe zu Wolfgang und lebt fortan mit der Angst, ertappt zu werden.
Argentinien und Patagonien – Bildband
Menschenleere Weiten, endlose Pampa, beeindruckende Berge –

Bildband Argentinien Patagonien © Komet Verlag Köln
dafür steht der südliche Teil Argentiniens und Chiles – Patagonien. Ein Reiseziel, das bei Europäern wegen der unberührten Fauna und Flora in den letzten Jahren immer beliebter wurde. Der zentrale Teil Argentiniens mit den pulsierenden Städten und Provinzen Buenos Aires, Santa Fe und Entre Rios steht dagegen für moderne Stadtentwicklung und eine innovative Kulturlandschaft. Der tropische und subtropische Norden Argentiniens sowie die Andenregion versprechen ein einzigartiges Naturerlebnis.
Orhan Pamuk: Die rothaarige Frau
Cem, ein erfolgreicher Bauingenieur, der eigentlich Schriftsteller werden wollte, wird als Kind vom Vater verlassen und wächst bei seiner Mutter in Istanbul auf. Als Teenager begegnet er Meister Mahmut, bei dem er als Brunnenbauer in die Lehre geht. Mahmut steht für die fest durch Tradition verwurzelte Vaterfigur, streng an Regeln gebunden, aber auch beschützend.

Cover © Hanser Verlag
Literatur lässt das Leben erträglicher sein – ein Interview mit Jaume Cabré

Cover © Insel Verlag
In einem langen Liebesbrief an eine verlorene Geliebte gesteht der Gelehrte und Sammler Adrià Ardèvol die Einzelheiten seines Lebens. Dabei beginnt er mit seiner Kindheit im Barcelona der Fünfzigerjahre, die er meistens im Antiquitätenladen seines kühl distanzierten Vaters verbrachte. Rückblickend erzählt er Episoden aus dem Leben seiner Eltern und Großeltern und deckt dabei dunkle Familiengeheimnisse auf: Mord und Verrat. Eine antike Storioni-Geige aus der Sammlung seines Vaters dient ihm als roter Faden, um 600 Jahre europäischer Geschichte zu durchstreifen – in der sich Gewalt, Unterdrückung und Lüge scheinbar endlos wiederholen.
Wie lebt es sich eigentlich als…. Lebensretter von Gran Canaria
Manuel Sosa Medina, Fischer und Strandreiniger aus El Puertillo, hat bisher rund 300 Menschen aus dem Meer geborgen. Oft hat er dabei sein Leben riskiert, Geld zur Belohnung nimmt er nie an.

Manuel Sosa Medina – Lebensretter von El Puertillo
Ein Tag zu lang

Cover: Suhrkamp
Ein Erzählstück über einen Lehrer aus Paris, der auf dem Land seine Ferien verbringt, einen Tag später als geplant abreisen will und plötzlich mit dem Verschwinden seiner Frau und Tochter konfrontiert wird. Marie Ndiaye erhielt 2009 als erste schwarze Autorin den Prix Goncourt für den Roman „Drei starke Frauen“, seitdem wächst ihr Ruhm, und deshalb erscheint dieser Roman erst jetzt auf Deutsch – in Frankreich wurde er bereits 1994 publiziert.
Die Kunst der Mäßigung
María Dueñas ist in Spanien und Lateinamerika bereits ein Bestseller-Star. Ihr Debüt-Roman „Das Echo der Träume“ (2009) wurde auf Anhieb ein Erfolg, ist in mehr als dreißig Sprachen übersetzt worden und lief in ihrer Heimat als TV-Serie. Im März 2017 hat sie in Deutschland ihren neuesten Roman „Wenn ich jetzt nicht gehe“ präsentiert – einen originellen historischen Abenteuerroman im Spannungsfeld von der alten Kolonialmacht Spanien, der jungen mexikanischen Republik und dem kolonialen Kuba.

Maria Dueñas. © Insel Verlag
Mathias Enard: Kompass

Buchcover: Kompass. Hanser Verlag
Der Musikwissenschaftler Franz Ritter verbringt in Wien eine schlaflose Nacht, nachdem er eine niederschmetternde medizinische Diagnose erhalten hat. Im Bett liegend, sich in der Dunkelheit hin und her wälzend, durchstreift er im Geiste Erinnerungen an sein Leben als Orientforscher: Opiumpfeife rauchend in Istanbul und Teheran, unterwegs in Aleppo und Damaskus. Weiterlesen
Interview mit Mario Vargas Llosa
Interview mit dem spanisch-peruanischen Autor Mario Vargas Llosa im Instituto Cervantes in Hamburg 2017.
Interview mit Carlos Ruiz Zafón

Der Autor Zafon Foto: Olaf Ballnus
Interview mit Isabel Allende
Die siebte Sprachfunktion
Ein Roman von Laurent Binet

Laurent Binet – Die siebte Sprachfunktion
Ausgangspunkt ist eine wahre Begebenheit: Der französische Intellektuelle Roland Barthes wird am 25. Februar 1980 von einem Lieferwagen überfahren und stirbt kurz darauf an den Folgen des Unfalls.
Milan Kundera: Das Fest der Bedeutunglosigkeit
Dieses Buch ist eine Rarität, denn der 1929 in Brünn geborene tschechische Altmeister des intellektuellen Romans hat seit 2001 nichts mehr veröffentlicht. Vier Männer – Ramon, Alain, Charles und Caliban – in Freundschaft miteinander verbunden, flanieren durch Paris, reden über Frauen, Liebe oder Krankheiten und philosophieren, etwa über die Bedeutung des entblößten Nabels bei den jungen Mädchen von heute.

Cover © Hanser Verlag
So fängt das Schlimme an

Cover © S. Fischer Verlag
Ein junger Mann findet Anfang der 1980er-Jahre in Madrid einen Job als Privatsekretär bei dem Filmregisseur Eduardo Muriel. Er bezieht ein Zimmer in dessen Wohnung und verwickelt sich zunehmend in die privaten Dramen und Machtspiele seines Arbeitgebers. Weiterlesen
Der Junge, der in den Büchern verschwand

Cover Rowohlt Verlag
Der kleine Lucas führt kein glückliches Leben, seine Eltern behandeln ihn schlecht,
seine Mitschüler hänseln ihn. Aber er besitzt eine besondere Fähigkeit, die ihn seine Umwelt vergessen lässt: Er kann in Büchern verschwinden, so oft und so lange, wie es ihm gefällt.
David Foenkinos: Souvenirs

Cover: C.H. Beck Verlag
„Ich begleitete meinen Großvater in den Tod und bot zugleich alles auf, um in Gedanken nicht bei ihm zu sein.“ Es sind Sätze, wie dieser, die Foenkinos Roman „Souvenirs“ zu einem ehrlichen, oft skurrilen und dennoch tief ernsten Porträt eines jungen Mannes der Gegenwart gestalten.
Interview mit dem Steinbildhauer Norbert Jäger

Norbert Jäger Foto: Anja Lubitz 2006.
Der Steinbildhauer Norbert Jäger stammt aus Unterfranken, lebt und arbeitet aber seit Jahren in Hamburg Bergedorf und Umgebung. Mit seinen Skulpturen schafft er zeitgenössische Kunst im öffentlichen Lebensraum und gibt unter anderem Bildhauerkurse in seinem Atelier im Neuen Weg. Seine Schwerpunkte sind Skulpturen, Monumente sowie Kunst am Bau.
Interview mit dem französischen Filmregisseur François Ozon
Mit Die Zeit die bleibt präsentiert der französische Regisseur François Ozon den zweiten Teil seiner filmischen Trilogie über die Trauer, deren erste Folge Unter dem Sand bereits 2000 zu sehen war. Darin spielte Charlotte Rampling eine Frau, die sich nicht von ihrem verschollenen Ehemann lösen kann. Auch in Le temps qui reste lässt Ozon seine Hauptfigur trauern, dieses Mal allerdings um ihren bevorstehenden eigenen Tod.

Cover © Arthouse Cinema
Der erfolgreiche junge und homosexuelle Fotograf Romain, gespielt von Melvil Poupaud – bekannt durch Eric Rohmers Film „Sommer“ – erfährt bei einer medizinischen Untersuchung, dass er einen Tumor im Kopf hat und nicht mehr lange leben wird. Er beschließt, die letzten ihm verbleibenden Wochen in Würde zu verbringen und die traurige Nachricht nur seiner Großmutter (großartig gespielt von Jeanne Moreau) anzuvertrauen.
In Büchern zu Hause – Alberto Manguel

Alberto Manguel © S. Fischer Verlag
Der argentinische Schriftsteller Alberto Manguel ist Universalgelehrter und Bibliomane. Seit frühester Kindheit liebt er das Lesen, besitzt eine umfangreiche Privatbibliothek in Frankreich und hat der „Geschichte des Lesens“ ein komplexes Buch gewidmet, das in 36 Sprachen übersetzt wurde. Raffiniert durchkomponiert, ausgehend von persönlichen Erlebnissen, erzählt Manguel darin über die Kulturgeschichte des Lesens, des Schreibens, der Bücher und Bibliotheken.
The Return of Thalia Vista Social Club
Sie sind wieder da, die Rentner aus dem Seniorenheim für greise Schauspieler, und sie sind noch älter geworden. Herr Jordan (Peter Jordan) hat ein Skelett aus der Requisitenkammer hervorgekramt und es neben sich auf einen Sessel gesetzt. „Du hast es ja jetzt hinter Dir … kannst morgens länger liegen bleiben“ raunzt er ihm zu. Aber im Gegensatz zu seinem halb verwesten Gesprächspartner, kann Herr Jordan gelegentlich einen trinken gehen, kann das neue Parfum der Schwester oder frische Blumen auf dem Nachttisch riechen.

„Thalia Vista Social Club“
© Thalia Theater Hamburg
Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter von Nebenrollen
Ein Gespräch mit dem Schauspieler und Musiker Gustav Peter Wöhler zu seiner Rolle als Biedermann, der in dem Kinofilm Urlaub vom Leben das Leben neu entdeckt.

Poster © Lohmann Group